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„Führung mit Haltung – Klarheit und Vertrauen im Team entwickeln“

  • Autorenbild: Eva Burmeister Coaching & Beratung
    Eva Burmeister Coaching & Beratung
  • 10. Feb.
  • 2 Min. Lesezeit

Führung beginnt mit Haltung

Viele Frauen, die bereits führen oder darüber nachdenken, Führungsverantwortung zu übernehmen, stellen sich ähnliche Fragen:


Wie führe ich richtig?

Bin ich klar genug?

Durchsetzungsfähig genug?

Oder zu weich?


In meiner Arbeit im Personalbereich und im Coaching begegnen mir diese Fragen häufig – unabhängig davon, ob jemand bereits offiziell führt oder kurz davorsteht.


Oft entsteht dabei der Eindruck, es gäbe einen bestimmten Führungsstil, dem man entsprechen müsste.

Als ließe sich Führung wie eine Rolle lernen und dann möglichst souverän spielen.


Genau das erzeugt jedoch häufig zusätzlichen Druck – und führt dazu, dass sich Führung nicht stimmig anfühlt.


Führung entsteht im Kontext

Führung ist nicht ein festes Set an Eigenschaften.

Sie entsteht oft im jeweiligen Kontext:


im Team,

in der Organisation,

in der Situation –

und in der Person, die Verantwortung übernimmt.


Was in einem Umfeld trägt, kann in einem anderen nicht passen.


Deshalb ist die Frage weniger: „Wie sollte ich führen?“

Sondern vielmehr: „Aus welcher Haltung heraus übernehme ich Verantwortung?“


Haltung zeigt sich im Tun

Haltung zeigt sich nicht in Lautstärke oder Durchsetzungskraft.


Sondern darin,

  • wie Entscheidungen vorbereitet werden,

  • wie mit Unsicherheit umgegangen wird,

  • wie Konflikte angesprochen werden –und wie viel Raum für andere bleibt.


Gerade in komplexen Arbeitswelten, in denen Druck, Veränderung und unterschiedliche Erwartungen zusammenkommen, wird diese innere Ausrichtung immer wichtiger.


Was bereits da ist

Im Coaching und in der Begleitung von Frauen in Verantwortung erlebe ich immer wieder:

Das Wissen darüber, was ihnen in Führung wichtig ist, ist intuitiv längst vorhanden.

Es ist häufig überlagert:


von Erwartungen,

von Rollenbildern,

vom Versuch, es „unbedingt richtig“ zu machen.


Sobald Raum für Reflexion entsteht, wird Führung persönlicher - und damit klarer.


Diese Klarheit wird auch für diejenigen spürbar, die geführt werden. Sie schafft Orientierung und Verlässlichkeit. Aus dieser Sicherheit können Vertrauen, Loyalität, Identifikation und Motivation wachsen.

Führung als kontinuierliche Kalibrierung

Systemisch betrachtet bedeutet Führung, sich selbst immer wieder neu zu kalibrieren:

Was braucht diese Situation?

Was braucht mein Team?

Und was brauche ich, um handlungsfähig zu bleiben – ohne mich zu verbiegen?


Stimmigkeit statt Perfektion

Gute Führung ist nicht perfekt.

Aber sie fühlt sich stimmig an.


Weil sie getragen ist von Klarheit, Selbstkontakt und der Bereitschaft, Verantwortung bewusst zu übernehmen.


Kleine Übung zur Klärung deiner Führungshaltung

Diese Übung eignet sich für dich,

  • wenn du bereits führst

  • oder wenn du überlegst, Verantwortung zu übernehmen


Nimm dir ein paar Minuten Zeit und beantworte die Fragen ehrlich für dich:

  1. In welchen Situationen fühlt sich Führung für mich stimmig an?

  2. Wann habe ich das Gefühl, bei mir zu bleiben – auch wenn es anspruchsvoll ist?

  3. Wo spüre ich aktuell inneren Widerstand oder Anpassungsdruck?

  4. Nicht, um ihn zu bewerten, sondern um ihn wahrzunehmen.

  5. Welche Werte möchte ich in meiner Führungsrolle verkörpern – unabhängig von Erwartungen? Zum Beispiel Klarheit, Transparenz, Verlässlichkeit, Dialog, Vertrauen, Entscheidungsfreude oder Menschlichkeit.

  6. Was wäre ein kleiner Schritt, um diese Haltung im Alltag sichtbarer zu machen? Kein Grundsatz. Kein Konzept. Ein konkreter Moment im Alltag.


Führung beginnt nicht mit Antworten.

Sondern mit bewusster Selbstreflexion.


Und genau darin liegt ihre Kraft.

 
 
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